Mit Martin Szerencsi steht in KaffeehausTALK-Episode 74 einer der profiliertesten Sportrechte-Experten Österreichs im Mittelpunkt. Der stellvertretende Sportchef und Legal Advisor des ORF spricht mit den Hosts Simon-Peter Charamza und Lorenz Kirchschlager darüber, wie Sportrechte verhandelt werden, warum Kooperationen wichtiger werden und welche großen Sportereignisse künftig noch frei empfangbar sein könnten.
Seit 2000 beim ORF und seit 2010 in der Sportabteilung, gibt Szerencsi Einblicke in ein Geschäft, das für Fans meist unsichtbar bleibt. Wie wird entschieden, was ein Sportrecht wert ist? Warum werden Premiumrechte immer teurer? Und weshalb reicht es längst nicht mehr, nur die Live-Übertragung zu kaufen? Dazu verrät er, warum er bei einer Olympia-Verhandlung plötzlich in einer Abstellkammer landete und ein kleines Kaffeehaus in Monaco jahrelang zum heimlichen ORF-Verhandlungszentrum wurde.
Streaming, Highlights und Social Media verändern den Sportkonsum – und damit auch den Wert einzelner Rechte. Gleichzeitig werden Kooperationen zwischen Medienhäusern wichtiger. Szerencsi erklärt, warum aus Konkurrenten bei Formel 1 oder Fußball Partner werden können und weshalb gerade der kleine österreichische Markt besondere Lösungen verlangt.
Auch bei den großen Rechtepaketen wird er konkret: Welche Bedeutung haben Fußball-WM und -EURO, Ski Alpin und Olympia für den ORF? Warum liegt die Champions League derzeit in weiter Ferne? Und wie gelingt der Spagat zwischen großen Quotenbringern und Sportarten mit weniger medialer Aufmerksamkeit?
Dazu gibt es Geschichten aus mehr als 25 Jahren ORF, Erinnerungen an seinen langjährigen Wegbegleiter Hans-Peter Trost und einen Blick auf Szerencsis eigene, alles andere als minutiös geplante Karriere. Ein Gespräch über Millionenrechte, Medienwandel und die Zukunft des Free-TV – mit Anekdoten, die zeigen, dass nicht jede wichtige Verhandlung im schicken Konferenzraum stattfindet.